| Montag, den 01. November 2010 um 07:49 Uhr | |||
Aufregende Tage beim Europacup auf Sizilien-Catania vom 3.-7.10.2010Bereits bei der Nominierungsbekanntgabe freuten wir uns auf gemeinsame Tage auf Sizilien. Am 3.10.2010 ging es endlich los und so stiegen wir pünktlich um 10.25 in den Flieger nach Köln/Bonn. Nach kurzer Zeit und vielen Graden wärmer, kamen die ersten Beschwerden und Kreislaufprobleme. Immerhin hatten wir mindestens 40°C im Flieger. Daraufhin gab der Pilot unseren Rückflug nach Berlin bekannt. Glücklicherweise hätten wir 6 Stunden Aufenthalt in Köln/Bonn gehabt, sodass wir beruhigt nach ca. 5 Stunden Wartezeit und viel Aufregung in das reparierte Flugzeug stiegen. Von der in Zwischenzeit entwickelten Gemeinschaft bekam Franziska viele Glückwünsche für den Wettkampf. Von Köln/Bonn ging es weiter nach Catania. Wir hatten nun auf einen ruhigen Weiterflug gehofft. Doch ein sehr netter, kräftig gebauter Italiener blockierte unseren Sitzplatz. Mussten wir etwa aussteigen? Nein, ein Glück hatte das Flugzeug noch freie Plätze übrig, auf denen wir Platznahmen, und entspannt in Catania um ca.21.30 landeten. Nun mussten wir nur noch irgendwie ins Hotel kommen. Claudia suchte einen Bus, mit dem wir ins Zentrum kamen. Da uns alle zur Weiterfahrt zu einem Bus schickten der um diese Zeit jedoch nicht mehr fuhr, nahmen wir nach langer Suche und vielem auf und ab laufen doch ein Taxi.
Nach einer guten Nacht wollten wir nun etwas von Sizilien sehen, da Franziska erst ab Dienstag Wettkampf hatte. Wir gingen wieder auf Bussuche. Diesmal auf und ab in San Giovanni la Punta. Im Hotel erklärte man uns zuvor die Bushaltestelle wäre auf der geraden Straße nur 5 Minuten entfernt. Mit Franziskas Italienisch und Claudias Spanisch , fragten wir uns durch. Darunter auch einen Mann und seinen Neffen. Wir suchten ca. 1 Stunde, bis wir dem Mann (Giovanni) und seinen Neffen (Luigi/ in Franzis Alter) wieder begegneten. Sie erkannten uns sofort und boten uns an uns mit ins Zentrum zu fahren. Wie sich später herausstellte wollten sie mit uns eine Ätnarundfahrt machen. Wir konnten unser Glück kaum fassen! Die beiden waren supernett zu uns, sodass sie uns, nach einiger Zeit am Ätna, noch nach Taormina fuhren. Dort hatten wir einen wundervollen Ausblick und einen gemütlichen Bummel, durch die altgriechische Stadt. Da sie auch noch die Autobahngebühren bezahlten und kein Geld von uns annehmen wollten, bedankten wir uns mit einem schönen italienischen Essen in Standnähe.
Im Hotel angekommen fing das Wettkampf-feeling an: Mannschaftsbesprechung, Hallenbesichtigung, gemeinsames Abendessen. Währenddessen stellten wir fest, dass der uns zu Verfügung stehende Shuttlebus zur Sporthalle für uns unbrauchbar war. So mieteten wir uns ein Auto.
Am Dienstag morgen testete Franziska, nach gutem Hinfinden, erstmals die Bahn. Sie hatte sich zuvor für die richtigen Rollen entschieden, sodass wir nicht umschrauben mussten. Sie gewöhnte sich schnell ein, und musste sich nur etwas zwischen den anderen internationalen Läuferinnen orientieren. Die Sprünge klappten wie gewollt, sodass wir mit dem Training zufrieden waren. Doch dann kam es Franziska musste die Meisterschaft eröffnen. Erster Europacup, erster Wettkampf, als erste Läuferin, die Nerven lagen blank. Das zeigte sich auch in der Kurzkür. Sie war nicht fehlerfrei wie sonst die letzten Male, doch alle Elemente waren in der Wertung und somit wurde Franziska mit einem schönen 7. Platz von 18 Läufern belohnt.
Am nächsten Tag kam Franziska mit vielen, juckenden Mückenstichen zum Frühstück, die sie aber nicht davon abhielten ein gutes Training zu absolvieren. Am Trainingsende fingen jedoch ihre Rückenschmerzen wieder an. Tims Vater leistete als Physiotherapeut Abhilfe. Doch wirklich weg waren die Schmerzen nicht. Nachmittags war der Kürwettkampf. Am meisten haben wir uns über einen schön gestandenen Dreifachsalchow und eine Axel-Rittberger-Doppelrittberger Kombi gefreut. Außerdem muss die schöne Heel aus dem Einlaufen hervorgehoben werden. In der Gesamtwertung wurde Franziska 12-te. Nicht einen Tag ließen wir ohne Aufregung. Diesmal war es die Autobatterie, die leer war, weil Claudia das Licht angelassen hatte. Somit konnten wir nicht wie gewollt ins Hotel fahren. Doch es wurde schnelle Starthilfe geleistet, sodass wir doch noch im Hotel relaxen und schwimmen konnten. Abends dauerte die Heimfahrt etwas länger, denn wir verpassten unsere Ausfahrt. Es folgte eine 1-stündige Suchaktion, bei der wir viele nette, hilfsbereite Italiener kennen gelernt haben. Wir kamen letztlich mit Polizeieskorte zum Hotel. Dann wurde noch im Hotelrestaurant mit allen Läufern, Trainern und Begleitung Abschied gefeiert. Anschließend mussten noch ganz schnell die Koffer gepackt werden. Am nächsten Morgen guckten wir uns Catania an, ihre Shoppingmeile, besorgten kleine Mitbringsel für die lieben zu Hause und genossen lecker Pizza, Pasta quattro formaggi e Gelato bis es danach wieder zum Flughafen ging. Der Rückflug war ruhig und ohne Katastrophen. Insgesamt waren es sehr schöne und aufregende Tage in Bella Italia, die wir nicht so schnell vergessen, und an die wir uns immer wieder gerne erinnern werden.
Franzi und Claudia
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